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Arsenals Kontingent für die Weltmeisterschaft 2026: Nation für Nation

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Wie Arsenals Kader bei der 48-Team-Weltmeisterschaft vertreten ist und was das erweiterte Turnier für die Saisonvorbereitung des Vereins bedeutet.

Arsenals Spieler der WM 2026: Nation für Nation

Arsenal wird bei der Weltmeisterschaft 2026 Vertreter in mindestens neun Nationalmannschaften haben, was dies zum international am weitesten verstreuten Gunners-Kontingent seit dem Kader vor 2010 aus der Ära von Thierry Henry und Cesc Fàbregas macht. Die Hauptakteure sind wohlbekannt: Bukayo Saka (England) geht als einer der wichtigsten Spieler im Setup von Gareth Southgates Nachfolger Jack Wilshere in das Turnier, nachdem er in der Qualifikation 11 Tore erzielt hat. William Saliba (Frankreich) ist nun der unbestrittene erste Wahl Innenverteidiger in Didier Deschamps' 4-3-3 neben Dayot Upamecano, deren Defensivpartnerschaft nur 3 Tore in 10 Qualifikationsspielen kassiert hat. Kai Havertz (Deutschland) kommt als eine der interessantesten taktischen Fragen des Turniers — Julian Nagelsmann hat ihn als Nummer zehn und nicht als Stürmer eingesetzt, eine Rolle, die seinem Kombinationsspiel entspricht. Martin Ødegaard (Norwegen) führt eine norwegische Mannschaft an, die sich nur für ihre dritte Weltmeisterschaft in der Geschichte qualifiziert hat, wobei der Kapitän enorme Erwartungen im Heimatland trägt. Gabriel Magalhães (Brasilien) bietet erfahrenen Rückhalt für die defensiven Optionen der Seleção, während Declan Rice (England) der Anker im Mittelfeld von Wilshere ist. Ben White, Emile Smith Rowe und Jakub Kiwior (Polen) fügen weitere Flaggen hinzu, was während Juni und großen Teilen von Juli zu einem nahezu leeren Trainingsgelände in Colney führen wird.

2006: Das letzte Mal, dass Arsenal so exponiert war

Der nächste historische Vergleich zu Arsenals Situation 2026 ist der Sommer 2006, als der Verein ein außergewöhnliches Kontingent zur WM in Deutschland entsandte. Thierry Henry (Frankreich), Robert Pires (Frankreich), Patrick Vieira (Frankreich), Cesc Fàbregas (Spanien), Ashley Cole (England), Sol Campbell (England), Jens Lehmann (Deutschland), Freddie Ljungberg (Schweden) und Gilberto Silva (Brasilien) waren alle dabei — neun Spieler aus einem Kader, der gerade den vierten Platz in der Premier League belegt hatte. Arsène Wenger beklagte sich berühmt darüber, dass die WM 2006 ihn mit 'zwölf fitten Spielern und einer Baustelle' für die Saisonvorbereitung zurückließ, eine Situation, die zu einem langsamen Start in die Premier League im August beitrug. Das Äquivalent von 2026 könnte in einem Punkt tatsächlich akuter sein: Das 48-Team-Format bedeutet, dass Nationen außerhalb der fünf besten Ligen Europas — einschließlich Brasilien, wo Gabriel spielt — jetzt weiterkommen können, bevor sie ausscheiden, was potenziell bedeutet, dass Spieler bis Ende Juli oder sogar bis Anfang August, falls sie das Finale am 19. Juli im MetLife Stadium erreichen, nicht verfügbar sind.

Das Problem der Saisonvorbereitung: Müdigkeit, Rückkehrdaten und Kader-Tiefe

Arsenals Saisonvorbereitung für die Kampagne 2026–27 beginnt offiziell am 3. Juli mit Fitness-Tests des Kaders, aber die WM-Spieler des Vereins haben vertraglich Anspruch auf eine Mindestpause von vier Wochen nach dem Turnier gemäß den Regeln der Premier League — wobei die Uhr ab dem Datum ihres Ausscheidens läuft. Wenn England, Frankreich oder Brasilien das Finale am 19. Juli erreichen, können diese Spieler nicht vor dem 16. August zurückgefordert werden, sechs Tage vor dem Saisonauftakt der Premier League am 22. August. Die Frage für den neuen Arsenal-Cheftrainer Mikel Arteta — der seit Monaten an diesem Szenario arbeitet — ist, ob seine verbleibenden Nicht-WM-Spieler in der Lage sind, in den Vorbereitungsspielen genügend Belastung zu bieten, um die erste Mannschaft wettkampfstark zu halten. Arsenal hat eine zwei Spiele umfassende US-Tour für Mitte Juli geplant und dabei gezielt Orte vermieden, die WM-Spiele ausrichten. Quellen, die dem Verein nahe stehen, deuten darauf hin, dass Arteta drei Leihspieler identifiziert hat, um die Trainingsgruppe im Juli zu ergänzen, obwohl keine Verträge bestätigt wurden. Das parallele Risiko ist, dass Müdigkeit bei Spielern durch einen langen WM-Lauf accumuliert: Ein Saka oder Saliba, die im Juli tief ins Turnier gehen und dann in der dritten Woche der Premier League gegen Manchester City zurückkehren, ist ein echtes athletisches Risiko, das durch keine Menge an Saisonvorbereitungsplanung vollständig eliminiert werden kann.